Microsoft bringt für Windows-10-Anwender wieder ein Funktions-Upgrade.
Ähnlich wie schon beim Versionssprung von 1903 auf 1909 lassen sich die Neuerungen auch diesmal an einer Hand abzählen. Eine Änderung, die beim öffnen im Startmenü auf Anhieb sichtbar ist, sind die App-Icons, deren Hintergrund nun der Menüfarbe entspricht; die Icon-Symbole sind nicht mehr von einer quadratischen Kachel umgeben. Damit ähnelt die Darstellung nun stärker den Icons auf dem Desktop und wirkt dadurch harmonischer.
Daneben haben die Benachrichtigungen die sich unten rechts öffnen eine winzige, aber hilfreiche Überarbeitung bekommen: Sie haben nun einen Titel, der den App-Namen nennt – praktisch, um zu erkennen, was da überhaupt benachrichtigt. Um diese zu schließen ziert nun endlich wieder ein X statt dem kleinen Pfeil die obere Ecke. In der Einstellungen-App lässt sich nun unter „System/Anzeige/Erweiterte Anzeigeeinstellungen“ die Bildwiederholrate ändern. Die Infoseite (System/Info) hat Schaltflächen zum Kopieren der Systeminfos und eine kompaktere Statusanzeige bekommen („Der PC wird überwacht und geschützt“).
Windows 10 Version 20H2 kommt, wie schon das Upgrade von 1903 auf 1909, technisch nicht als dicke Upgrade-Installation, bei der im Hintergrund das komplette Betriebssystem ausgetauscht wird. Stattdessen wählt Microsoft wieder einen eleganteren Weg: Die neuen Funktionen hat Microsoft seit dem Sommer einfach Stück für Stück mittels kumulativer Updates in Version 2004 hineingepatcht – klammheimlich sozusagen. Um das Upgrade auf Version 20H2 auszuführen, schaltet ein kleines, „Enablement Package“ genanntes Update die Änderungen einfach scharf.
Die wenigen Änderungen, die die neue Ausgabe mitbringt, sind kleinteilig, aber durchaus sinnvoll. Einzig die Willkommensseite des neuen Edge-Browsers könnte einige Anwender nerven, da sie sich nicht mit einem einfachen Klick schließen lässt. Weil sie nur ein einziges Mal auftaucht, sollte sich der Stress allerdings in Grenzen halten.